Mittwoch, 13.08.2014

Bye Bye Ghana!

Aufgrund des Ebola-Virus in Westafrika habe auch ich mich entschieden, meine Ghana-Reise um 3 Wochen zu verkürzen. Auch wenn wir noch einige spannende Pläne hatten, bin ich froh, gesund wieder im schönen Österreich zu sein
Die 5 Wochen Afrika haben mich sehr geprägt, da ich die Kultur hautnah miterleben durfte. Es war eine tolle Erfahrung und ich bereue es nicht, diese unvergessliche Reise gemacht zu haben

Der Abschied von Ghana und von den vielen tollen Menschen fiel mir nicht leicht und ich werde einiges vermissen  

Ein kleiner Text zum Abschluss (danke Gerda )

"You see the world, try new things, meet new people, fall in love, visit amazing places, learn about other cultures – then it’s all over. People always talk about leaving, but what about coming home?

We talk about the hard parts while we’re away – finding jobs, making real friends, staying safe, learning social norms, misreading people you think you can trust – but these are all parts you get through. All of these lows are erased by the complete highs you experience. The goodbyes are difficult but you know they are coming, especially when you take the final step of purchasing your plane ticket home. All of these sad goodbyes are bolstered by the reunion with your family and friends you have pictured in your head since leaving in the first place.

Then you return home, have your reunions, spend your first two weeks meeting with family and friends, catch up, tell stories, reminisce, etc. You’re Hollywood for the first few weeks back and it’s all new and exciting. And then it all just…goes away. Everyone gets used to you being home, you’re not the new shiny object anymore and the questions start coming: So do you have a job yet? What’s your plan? Are you dating anyone?

But the sad part is once you’ve done your obligatory visits for being away for a while; you’re sitting in your childhood bedroom and realize nothing has changed. You’re glad everyone is happy and healthy and yes, people have gotten new jobs, boyfriends, engagements, etc., but part of you is screaming don’t you understand how much I have changed? And I don’t mean hair, weight, dress or anything else that has to do with appearance. I mean what’s going on inside of your head. The way your dreams have changed, they way you perceive people differently, the habits you’re happy you lost, the new things that are important to you. You want everyone to recognize this and you want to share and discuss it, but there’s no way to describe the way your spirit evolves when you leave everything you know behind and force yourself to use your brain in a real capacity, not on a written test in school. You know you’re thinking differently because you experience it every second of every day inside your head, but how do you communicate that to others?

You feel angry. You feel lost. You have moments where you feel like it wasn’t worth it because nothing has changed but then you feel like it’s the only thing you’ve done that is important because it changed everything. What is the solution to this side of traveling? It’s like learning a foreign language that no one around you speaks so there is no way to communicate to them how you really feel.

This is why once you’ve traveled for the first time all you want to do is leave again. They call it the travel bug, but really it’s the effort to return to a place where you are surrounded by people who speak the same language as you. Not English or Spanish or Mandarin or Portuguese, but that language where others know what it’s like to leave, change, grow, experience, learn, then go home again and feel more lost in your hometown then you did in the most foreign place you visited.

This is the hardest part about traveling, and it’s the very reason why we all run away again."

 

Dienstag, 05.08.2014

Wli Wasserfaelle!

Endlich melde ich mich wieder mal :) Die Zeit hier vergeht einfach wie im Flug und es passiert soviel. 
Unser 3tes Wochenende in Ghana haben Caro, Jasmine, Sara und ich bei den Wli Wasserfaellen verbracht. (die groessten Westafrikas) Am Samstag fuhren wir um 7 Uhr mit dem Trotro Richtung Hohoe. Es war wieder mal eine echt enge und ungemuetliche Fahrt, aber das sind wir ja schon gewoehnt  . Wir sassen ungefaehr den halben Tag im Trotro, bis wir schliesslich in der Volta Region (im Osten) ankamen - mit ungefaehr tausend Moskitostichen mehr.  Wir merkten dort schon, dass es ein ganz anderes Ghana ist, es ist viel gruener und meiner Meinung nach auch schoener.  

In Hohoe angekommen fuhren wir noch mit dem Taxi zu unserem Hotel. Dieses Hotel wird von einem deutschen Ehepaar gefuehrt und ist eigentlich echt schoen fuer die Verhaeltnisse hier in Ghana. Es gab so kleine Huettchen zum Schlafen und beim Essen hatten wir eine wunderschoene Aussicht.  Den restlichen Tag entspannten wir, denn dort war es endlich mal ruhiger und man konnte mal ein bisschen runterkommen. 

Am naechsten Tag starteten wir schon frueh am Morgen. Wir wanderten ca. 5 Stunden mit einem Guide herum, es war echt anstrengend, ueberhaupt der erste Anstieg auf den Berg. Das Bergwandern hier ist echt nochmal um einiges haerter, da die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist und man echt viel schwitzt. Aber die Muehen lohnten sich, die Wasserfaelle waren wunderschoen. 
Spontan entschieden wir noch eine Nacht dranzuhaengen, da am Montag ja schulfrei war (wegen Ramadan).
Am Montag ging es dann wieder zurueck ins chaotische Accra.  

 

Dienstag, 22.07.2014

Redred, Fufu und so Sachen :)

Hallo :) Jetzt wird's wieder mal Zeit, dass ich euch von meiner Reise erzaehle. :)

Am Sonntag waren wir ja zum Essen eingeladen bei einer Einheimischen. Es war echt eine tolle Erfahrung, so ein typisches Haus mal von innen zu sehen. Zum Essen bekamen wir RedRed, das ist ein spezielles Gericht in Ghana - Bohnen mit scharfer Sosse und Plantains (Kochbananen). Es war echt lecker, aber es war ziemlich viel Oel drinnen. (auch typisch fuer Ghana).

Fuer ihre Familie kochte sie dann noch Fufu (ich weiss nicht ganz genau was das ist) und wir durften auch probieren. Diesmal haben wir wie richtige Ghanaer gegessen, aus dem Topf mit der Hand. (natuerlich mit der rechten)

 

 

Dienstag, 22.07.2014

Mein Projekt! :)

Wie versprochen berichte ich euch nun auch mal von meinem Projekt
Ich bin in der 'Help Child Academy' in einer Klasse mit 30 Kindern taetig. Ich helfe der Lehrerin die Kinder zu unterrichten und zu erziehen. Ghanaische Kinder gehen schon mit 2 Jahren in die Schule und lernen dort auch schon rechnen und schreiben. In meiner Klasse sind die Kinder 4-6 Jahre alt. Ich spiele mit den Kindern, helfe ihnen aber auch bei den Aufgaben. Ausserdem habe ich ihnen auch schon ein paar Lieder beigebracht, da das Singen in Ghana ganz wichtig ist. Meine Schule ist im Gegensatz zu anderen Schulen hier in Ghana eher reich, trotzdem kann man sie nicht mit unseren Schulen vergleichen. Es gibt nur das noetigste, alles ist irgendwie alt und kaputt. Die Kinder haben kaum Stifte und wenig Hefte. Ausserdem werden sie ganz anders unterrichtet. Mit einem komm ich noch immer nicht klar, die Lehrer schlagen hier noch die Kinder. Meine Lehrerin wollte auch, dass ich schlage, aber ich mach das nicht und das hab ich ihr gesagt.
Aber mir gefaellt es echt gut in der Schule, die Kinder sind so suess, auch wenn so ein Tag echt anstrengend ist. 

 

Donnerstag, 17.07.2014

Life in Ghana...

hallo :)

Eigentlich wollte ich heute wieder ein paar Fotos reinstellen, aber leider gibt es Probleme mit dem Internet.

Darum werde ich euch jetzt ein paar Dinge ueber das Leben in Ghana erzaehlen.

"There is no hurry in life." - dieses Zitat passt wirklich gut hierher. Alles geht langsamer voran als in Oesterreich. Jeder arbeitet langsam, geht langsam etc. Stress gibt es in Ghana nicht. Es ist aber auch schwer moeglich puenktlich anzukommen, da die Strassen sehr schlecht sind und es keine Busplaene gibt. Wir sind hier immer mit dem Taxi oder mit dem Trotro unterwegs. Ein Trotro ist ein kleiner Bus und ist nur auf der "Hauptstrasse" unterwegs. Man wartet einfach solange bis ein Taxi bzw. ein Trotro kommt. Die meisten Autos hier kommen aus Europa, sie sind schon sehr alt und kaputt. Die Abgase sind enorm und die Luft wird dadurch extrem verpestet. Auf den Strassen gibt es irgendwie auch keine Regeln. Jeder faehrt wie er will und hupt wenn jemand in die Quere kommt.

Das Land hat auch ein richtiges Muellproblem. Muelltrennung gibt es hier nicht. Es gibt nicht mal Muelleimer. Alles wird auf den Boden geworfen und spaeter verbrannt. Daher ist es auch nicht ungewoehnlich, dass man regelmaessig neben den Haeusern Feuer bzw. Rauch sieht.

Die Ghanaer sind sehr religioes. Vor dem Essen wird immer gebetet. Ausserdem herrscht in Ghana Religionsfreiheit. Die Ghanaer sind sehr tolerant den anderen Religionen gegenueber. Plakate mit z.B. "We trust in God" sieht man hier haeufig. Oft gibt es auch einen Vorbeter/Pfarrer in den Trotro's. Die Ghanaer gehen jeden Sonntag in die Kirche bzw. oft auch am Mittwoch.

Wie schon mal erwaehnt, ghanaisches Essen ist scharf. Ausserdem ist es sehr kohlenhydratreich. Sie essen jeden Tag Reis oder Nudeln. Gemuese ist fuer den Grossteil zu teuer. Die Ghanaer essen hier mit der Hand. Sie benutzen dabei nur die rechte Hand, denn die linke ist unrein. Wenn sie zu essen beginnen sagen sie "You are invited".

Die meisten Frauen in Ghana arbeiten am Markt und verdienen sich so das noetigste Geld um zu leben. Es ist schwierig so einen Markt zu beschreiben, um sich das gut vorstellen zu koennen, muss man es selbst einmal gesehen haben . Es ist laut, es sind viele Menschen dort, die Gerueche sind oft sehr unangenehm, es wird geschriehen und verhandelt. Die Frauen verkaufen Obst, Gemuese, Fisch etc, aber auch Kleidung.

Wenn man als weisser Mensch hier etwas einkauft, muss man immer auf die Haelfte runterhandeln, da sie es sonst immer viel zu teuer verkaufen wuerden. Am besten ist es, wenn man einen Einheimischen mithat, da bekommt man dann die besten bzw. normalen Preise.

Also das war jetzt schon mal einiges ueber das Land. Vielleicht koennt ihr euch auch ohne Fotos ein Bild machen.

Morgen abend haben wir die Hausparty, es gibt leckeres ghanaisches Essen und wir feiern mit den anderen zwei Haeusern. Am Samstag werden wir mal die Reggaenight besuchen - bin schon sehr gespannt. Am Sonntag sind wir Neuen bei einer Einheimischen zum Essen eingeladen, es ist geplant, dass es Red Red gibt d. h. Bohnen mit einer leckeren und echt scharfen Tomatensauce. Dazu gibt es Plantains (Kochbananen). Das schmeckt echt gut und ich freu mich schon darauf.

Naja, ich werde bald Fotos von meinen Kindern in der Schule machen und dann kann ich euch auch schon einiges erzaehlen.

Bye Bye
Betti

Montag, 14.07.2014

Cape Coast Tour :)

Hallo

Am Wochenende unternahmen wir Neuen (auch die der anderen Haeuser - es gibt insgesamt drei Praktikaweltenhaeuser hier in Accra) gemeinsam eine Cape Coast Tour.

Am Samstag um 7 Uhr gings los. Wir fuhren ungefaehr 2,5 Stunden mit einem privaten Praktikaweltenbus nach Cape Coast. Dort fruehstueckten wir mal und besichtigten spaeter dann das Elmina Castle. Hier wurden frueher Sklaven von den Europaeern verkauft. Es war wirklich interessant und wir hatten auch echt gutes Wetter.

 

Am Nachmittag konnten wir ein bisschen am Strand entspannen. Wir goennten uns hier das erste ghanaische Bier - schmeckt echt gut. Natuerlich waren wir auch im Wasser, die Wellen sind manchmal echt hoch und wegen der Stroemung muss man wirklich gut aufpassen.

Am Abend gab es fuer mich leckere Nudeln. In der Naehe spielte eine Live Band, die wir uns dann auch anhoerten. Sie war leider nicht so besonders und unser Tisch stand mitten auf einer Tankstelle. Wir fuhren bald wieder zurueck, da wir echt muede waren. 

Unsere Unterkunft war direkt am Strand. Wir schliefen zu zweit in so kleinen Huettchen und konnten die Wellen vom Zimmer aus rauschen hoeren.

Am Sonntag gab es um 7 Uhr wieder Fruehstueck und wir fuhren weiter zum Kakum Nationalpark. Dies war ein ganz besonderes Erlebnis, da wir ueber Haengebruecken durch den Regenwald wanderten.

Nach einem leckeren Mittagessen, bekamen wir schliesslich noch ein Krokodil zu Gesicht.

Leider erlebt man hier in Ghana nicht nur Schoenes, die meisten Menschen leben hier in Armut und muessen mit echt wenig auskommen. Man bekommt hier echt ein schlechtes Gewissen, wenn man sich z.B. ueber einen Stromausfall beschwert. Aber ueber das Land und die Leute werde ich euch ein anderes Mal erzaehlen. Ausserdem kann ich euch bald schon einiges ueber mein Projekt berichten, da ich ja schon ein paar Tage in meiner Schule taetig war.

Tschuess. Schoene Gruesse aus Ghana

Betti

Donnerstag, 10.07.2014

Neue Eindruecke...

Nun bin ich schon ein paar Tage in Ghana und es gefaellt mir echt gut hier. Natuerlich ist es ganz anders als in Europa. Die Kultur, die Sprachen, die Menschen: alles ist so verschieden.

Das Haus, in dem ich mit den anderen Volunteers wohne, ist auch okay. Es gibt nicht immer fliessendes Wasser und Strom und in der Kueche gibt es Kakerlaken und Maeuse. Daran muss ich mich echt noch gewoehnen, aber ich glaube nach ein paar weiteren Tagen habe ich mich schon richtig gut eingelebt. Die Volunteers sind auch wirklich nett, die meisten kommen aus Deutschland.

Das Essen hier ist auch gewoehnungsbeduerftig. Das erste Mittagessen war gleich eine "scharfe Ueberraschung".

Die Fruechte hier sind ein Traum, am liebsten esse ich Mangos und Ananas.

Die Ghanaer sind echt freundlich. Oft hoeren wir die Frage "Ete sen?", was soviel heisst wie "Wie geht's dir?". Darauf antwortet man mit "Eye".
Besonders suess sind die Kinder, sie rufen dir immer "Obruni" zu (weisser Mensch).

Schoene Gruesse aus dem fernen Ghana. Ich hoffe euch geht es gut. Mir geht es auf jedenfall spitze.

Lg Betti  

Mittwoch, 02.07.2014

Die Spannung steigt...

In weniger als einer Woche geht es endlich los - meine Reise nach Afrika.
Für 2 Monate wird das westafrikanische Ghana mein Zuhause sein.
Ich habe diesen Blog erstellt, damit ich euch laufend von meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichten kann.
Schaut doch öfter mal vorbei. Ich freue mich über jedes Kommentar.

LG eure Betti

PS.: "Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!"